|
..."aber die alten sind immer noch die besten..."
|
|
|
|
Moin moin Freunde der hohen Kunst und des guten Geschmacks. 
Wie in der Überschrift angedeutet, soll sich dieser Thread mit den Stiländerungen diverser Bands beschäftigen.
In der Musikbranche gibt es Bands, die sich nach 25 bis 50 Jahren immer noch gleich anhören, dadurch einen unverwechselbaren Sound geschaffen haben (z.B. Iron Maiden, Rolling Stones, AC/DC, Rammstein, Slayer, uvm.).
Nun gibt es hingegen auch viele Bands, deren populärster Vertreter im Rock / Metal Bereich vielleicht Metallica sind, die sich nach eigenen Angaben durch ihre musikalischen Ausflüchte in diverse Subgenres "weiterentwickeln" wollten und möchten.
Um beim Beispiel Metallica zu bleiben: Manche Fans hingegen sahen und sehen viele Alben dieser Art und Periode in einer Weise als verunglückt an, wünschen sich den Sound und den Stil der ersten Scheiben der Band zurück, denn
"die alten sind ja immer noch die besten...".
Aber stimmt das grundsätzlich?
Sollten Bands für sich selbst oder für ihre Fans musizieren?
Werden Bands durch den Geschmack des Geldes vielleicht sogar automatisch kommerziell?
Sind womöglich nur die großen Labels Schuld an den größten Veränderungen dieser Bands, die mit ihren Wurzeln brechen?
Werden Bands durch Stilbrüche oder -veränderungen unattraktiver oder attraktiver für euch?
Haben sich Bands möglicherweise erst seit einer Veränderung in eurer Plattensammlung verewigt?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.  |
|
|
|
13.01.2012 18:07:18 Uhr
|
#2
|
|
|
|
|
| Werden Bands durch Stilbrüche oder -veränderungen unattraktiver oder attraktiver für euch? |
Finde ich in gewisser Hinsicht schon. Man hört gerne die Musik einer Band weil sie einem selbst gefällt bzw. weils genau dem eigenem Geschmack entspricht und nicht wegen der Band oder anderen Sachen. Klar eine Stiländerung kann mit Sicherheit auch ganz tolles hevorbringen was einem auch gefallen kann, aber genausogut kann die Stiländerung auch der Tot des Geschmacks für einen persönlich sein. Das merkt man ja alleine daran das wenn Bands was ausprobieren einem ein Album mal mehr oder weniger gefällt.
|
| Sind womöglich nur die großen Labels Schuld an den größten Veränderungen dieser Bands, die mit ihren Wurzeln brechen? |
Kann ich mir pers. nicht vorstellen. Eine Band die sich einen Namen gemacht hat mit ihrer Musik lässt sich nicht vom Label eine Stiländerung vorschreiben. Eine Band mit "Namen" hat dann mit großer Wahrscheinlichkeit immer die Option das Label zu wechseln wenn es ihr zu bunt wird und an einer Band mit Namen sind genug Labels dann interessiert.
|
| Sollten Bands für sich selbst oder für ihre Fans musizieren? |
Beides. Im grunde erstmal für sich selbst, also was im Kopf der Jungs vorgeht, somit wird sie natürlich halt dann dementsprechend auch berühmt, aber ich denke viele Bands haben sicher auch Fanwünsche in ihre Titel einfließen lassen, was ja durchaus auch ok ist.
|
| Haben sich Bands möglicherweise erst seit einer Veränderung in eurer Plattensammlung verewigt? |
Kann ich selbst nur für mich sprechen und das hatte ich noch nie bisher, entweder man mag die Musik von jemanden oder tendenziell nicht. Zumindest ist mir kein solcher Fall in Erinnerung, aber bei mir ist es so das ich einen unglaublich universellen Musikgeschmack an den Tag lege. Ich höre von 80er Musik über Trance und Techno bis hin zu Metall oder Rock eigendlich sehr vieles. Ich mag nur extreme nicht, also Metall Musik wo die Leute nur ins Mikro grunzen und die Melodie im Grunde nicht vorhanden oder Schrott ist, genauso verhält es sich beim Techno zu sehr Hardcore und durcheinander mag ich eher weniger. |
|
|
|
18.01.2012 14:48:23 Uhr
|
#3
|
|
|
|
Argh, bitter...
Kernel-Crash als ich gerade vor der Vollendung meines (nicht ganz kurzen) Posts war...
Vielleicht auch ein Zeichen, wer weiß das schon.
Naja, wie dem auch sei, ich sehe mich einer geistigen Rekonstruktion des selbigen gegenüberstehen.
---
|
| wenn Bands was ausprobieren |
Hatte ich schon häufiger. Da gab es Alben, bei denen ich nach dem ersten Durchhören dachte "Omg, was für'n Schrott!". Allerdings ist mir mindestens genauso häufig aufgefallen, dass solche Alben erst nach mehrmaligem Hören (sofern man denn nicht schon vom ersten Mal abgeschreckt ist ^^) wirklich "gut" sind, weil z.B. die Songs nicht direkt eingängig sind.
Aber: es gibt natürlich auch das Gegenbeispiel: Limp Bizkit mit Results May Vary. Mit dem Album werde ich heute noch nicht warm... Auch wenn die Jungs sonst einen super Job gemacht haben (und auch heute wieder machen); das Album war aus technischer wie band-historischer Sicht m.E. ein Fauxpas. Die paar verwertbaren Songs, die wirklich hörbar sind, hätte man sich für spätere Alben aufsparen können.
|
| Eine Band die sich einen Namen gemacht hat |
Das stimmt natürlich, jedoch was ist, wenn es gerade die kleineren, "beeinflussbareren" Bands trifft?
Beispiel Creed, damals (2001 müsste das gewesen sein) mit "My Sacrifice" in den deutschen Charts stark vertreten, das Album "Weathered" von ProSieben beworben (hab das so auch noch hier irgendwo rumfliegen); dadurch in Dt. m.E. erst so richtig bekannt geworden.
Creed haben sich nach Weathered aufgelöst, weil, wenn ich mich da recht erinnere, ihnen unter anderem der Druck des Labels (damals unter Sonys Schirmherrschaft) hinsichtlich des Eingriffs in ihr musikalisches Schaffen zu enorm wurde. (christlich angehauchte Texte usw.)
In puncto Kommerz hat es Sony damals sicherlich nicht geschadet, dass das Unternehmen Creed da in eine Form gestanzt hatte, mit der sich spätestens ab Weathered ganz gut Kohle scheffeln lassen konnte.
2009 haben sie dann pünktlich zur Reunion ein neues Album auf den Markt geschmissen (Full Circle), das der gewohnten Norm nicht entsprach, vom Stil her etwas an den zeitweisen "Creed-Ersatz" Alter Bridge angelehnt war, aber eher dem entspricht, was sich die Band wünscht.
Seitens Foren und Magazinen, die sich mit Full Circle beschäftigten, hieß es dagegen mehr als ein Mal, dass "die alten Meisterwerke jedoch nach wie vor nicht erreicht sind." (mit eigenen Worten wiedergegeben).
Von daher sehe ich das auch so wie Du, dass Bands in erster Linie Kunst für sich selbst in Form von Musik machen sollten, unter Berücksichtigung dessen, was die Fans ggf. erwarten.
Im Falle Creed war es ja so, dass das "Gehirn" sozusagen das Label war. Die Band war nur der gehorchende restliche Körper - ob gewollt oeder gezwungen sei dahin gestellt.
(Heute sind sie übrigens bei EMI unter Vertrag)
Um wieder zu Beispiel von ganz oben zurück zu kehren:
Bei mir und Metallica hat es sich eher "besonders" ergeben. Ich hab nicht etwa mit Master of Puppets oder dem Black Album angefangen, sondern mit Load und Garage, Inc. . Gerade Load und das darauf erfolgte Re-Load haben ja überwiegend negative Kritik erfahren. Zumindest haben sich diese negativen Reaktionen häufiger und extremer zu Wort gemeldet. Ob es nun tatsächlich bei der Mehrheit der Fans so angekommen ist, wie es von offiziellen Musikmagazinen und stellungnehmenden Fans und Bewertungen dargestellt wird, sei dahingestellt.
Wie groß der Bruch zum Stil da eigentlich ist, sieht man, wenn man Load und Master of Puppets vergleicht. Eine derart grobe Veränderung hätte sich prinzipiell niemand vorstellen können.
Ich spreche da jetzt besonders vom Erfolg in der eingefleischten Fangemeinde, nicht vom kommerziellen Erfolg.
Gut, Master of Puppets hat natürlich auch neutral betrachtet eine eigene Norm in der Rock/ Metal - Musikwelt hinsichtlich Qualität und spieltechnischer Umsetzung geschaffen, bei der es nahezu unmöglich sein wird, sie zu erreichen, ohne dass die Mehrheit sagen wird: "Lächerlich, nur 'ne Kopie von M.o.P.!". Ein Brecher sondergleichen.
Ist es nicht da eher eine Schizophrenie, dass sich die Fans etwas wünschen, was es in der Form schon gibt und / aber alles weitere als "Abklatsch" des bereits Existenten angesehen würde?
Oder wie Lars Ulrich es einmal treffend ausdrückte:
|
| „[...] Mal ehrlich: Wer braucht schon die zehnte Version ein- und desselben Albums […] ? [...]" |
Load hingegen ist eher von Country-Rock und Blues geprägt
Bei mir persönlich ist es eher so, dass ich Master of Puppets etwa (als die manifestierte 99,9%-Perfektion) zwei bis drei Mal höre wenn mir der Sinn danach steht und anschließend wieder für ein Jahr im Regal ruhen lasse; um nicht zu sagen: beim dritten Mal wird's langweilig.
Load dagegen bietet mir persönlich viel musikalische Abwechslung und ein Ambiente, in dem ich tage- und wochenlang versacken kann. Vielleicht ist es gerade dadurch, dass es eben nicht perfekt ist so interessant (für mich zumindest).
In dem Punkt ist die Änderung eines Stils möglicherweise sogar interessanter als das Beibehalten des Ursprünglichen.
- Wobei mir da wiederum der Vergleich fehlt; ich weiß natürlich nicht was gewesen wäre, wenn ich zuerst mit den alten Scheiben angefangen hätte. 
|
|
|
|
09.03.2026 17:27:51 Uhr
|
# 4
|
|
|
 |
| |
| Vorschau: |
|
|
|
|
|
|
|
|
| Klicke auf den Smiley, um ihn zu deinem Text hinzuzufügen: |  |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Klicke auf den Smiley, um ihn zu deinem Text hinzuzufügen: |  |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 Standard Smileys |
|
|
|
|
|
|
|
|
[Zurück]
|
|